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Kirchenglöckchen

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Der Kinderchor der Andreasgemeinde wurde 2010 unter meiner Leitung gegründet. Anfangs trafen sich 7 Kinder im Grundschulalter wöchentlich für 45 Minuten Chorprobe. Bald schon war die Gruppe auf 20 Kinder angewachsen, und als es dann noch mehr Kinder wurden, musste die Gruppe zunächst in zwei und seit 2016 in drei Altersgruppen aufgeteilt werden. Die Gruppe der jüngsten Kinder besteht heute aus 15 Kindern zwischen 4 und 7 Jahren. Das sind unsere „Kirchenglöckchen“.

Die „Kirchenglöckchen“ treffen sich montags um 16.00 Uhr im Gemeindehaus zum gemeinsamen Singen. Bei den noch sehr jungen Sängern geht es zunächst einmal darum, die eigene Singstimme kennen zu lernen. Mit einfachen Einsingliedern lernen die Kinder musikalische Grundelemente kennen, wie z.B. laut und leise, schnell und langsam, hoch und tief. Für viele Kinder ist es auch erst einmal ein Ziel, gemeinsam ein Lied zu starten und nicht los zu singen, wenn man gerade Lust dazu hat. Überhaupt sind im Chor ja auch viele soziale Fähigkeiten gefragt: man tut etwas gemeinsam, man wartet aufeinander, man übertönt die anderen nicht. Für viele kleine Kinder ist das erst einmal neu. Auch die Tatsache, dass alle den gleichen Ton singen sollten, muss mit den kleinen Sängern immer wieder geübt werden, da viele Kinder noch gar nicht hören, wenn sie einen anderen Ton singen. Genaues Hinhören ist oft wichtiger als laut los zu singen, das müssen viele Kinder erst einmal verinnerlichen. Im Chor lernen wir viele neue Lieder, wir beschäftigen uns mit Rhythmus und Melodie, wir haben Spaß bei Bewegungsliedern oder Klanggeschichten, manchmal benutzen wir auch kleine Instrumente wie Klangstäbe, Glocken oder Rasseln.

Schon mit den Kleinsten werden erste kleine Auftritte erarbeitet. Häufig ist es das Mitgestalten eines Taufgottesdienstes. Manchmal ist das für die Kinder das erste Mal, dass sie „vor Publikum“ singen, und nicht wenige sind darüber so erstaunt, dass sie die Zuhörer nur anschauen und vergessen zu singen. Aber so gewöhnen sie sich von klein auf an solche Auftrittssituationen. Für einige Kinder sind diese „Auftritte“ bei Taufgottesdiensten auch das erste Mal, dass sie einen Erwachsenengottesdienst besuchen. Da werde ich immer viel gefragt, warum der Pfarrer jetzt dies oder jenes macht, oder welche komischen Lieder (die Liturgie) die Erwachsenen singen…

Gerne singen wir auch ein Ständchen für die Teilnehmer der Seniorengymnastik, singen beim großen Adventskranz oder im Altenheim. Dass wir mit unserem Gesang den anderen Freude bringen und dadurch selbst fröhlich werden, das ist das Hauptziel der „Kirchenglöckchen“.

Simone Winkelmann

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